HARTMANN Vivano

Therapie

Unterdruck zur Förderung der Heilung

Die Verwendung von Unterdruck ist einer der innovativsten Ansätze bei der Wundbehandlung. In den letzten Jahrzehnten, hat sich diese Form der Behandlung im Krankenhausalltag bewährt. Heutzutage ist diese Behandlungsform auch in der Ambulanz Routine, da sie sich gut mit bereits vorhandenen Wundbehandlungsmethoden in der modernen Wundversorgung vereinbaren lässt (Quelle: European Wound Management Association (EWMA). Position Document: Topical negative pressure in wound management. London: MEP Ltd, 2007. Seite 1 - 17)

Was ist Unterdruck?

Der Begriff “Unterdruck” wird in der Physik verwendet, um eine Situation zu beschreiben, bei der auf einen abgeschlossenen Bereich weniger Druck ausgeübt wird als auf die Umgebung. Im Falle der Unterdruck-Therapie wird der Unterdruck vom Saugmechanismus eines Unterdruck-Geräts erzeugt (1), das durch ein Schlauchsystem an den Wundverband angeschlossen ist, wobei das Schlauchsystem wiederum an einen Sekretbehälter angeschlossen ist. Überschüssiges Wundexsudat (2) wird von dem Saugmechanismus herausgezogen und in den Sekretbehälter abgeleitet. Durch den Saugmechanismus wird an der Wunde und innerhalb vom Wundverband ein Vakuum erzeugt. Dies führt zu einer beschleunigten Wundheilung. (Quelle: European Wound Management Association (EWMA). Position Dokument: Topical negative pressure in wound management. London: MEP Ltd, 2007. Seite 1 - 17)

Indikationen

  • Um die Heilung von chronischen, subakuten und akuten Wunden mit Hilfe von Unterdruck zu fördern
  • Um Wundexsudat abzuleiten
  • Druckgeschwüre Grad 2-4 (NPUAP)
  • Diabetischer Fuß Syndrom
  • Wunddehiszenz
  • Traumatische Wunden